Freitag, 3. September 2010
Donnerstag, 02. September 2010
Wow, da bin ich erst einen vollen Tag in Japan und hab schon so viel gelernt:
1. Wenn man neu irgendwo hinkommt, kommt man aus dem Verbeugen und dem Austausch höflicher Floskeln kaum heraus!
2. Japaner sind schrecklich höfliche Menschen! (In Echt: Jedes zweite Wort ist Sumimasen (Entschuldigung) und jedes dritte ist Arigatou (Vielen Dank).)
3. Es gibt hier Insekten die echt komische und vor allem laute Geräusche machen. (Als ich das Vieh zum ersten Mal gehört hab, bin ich gerade Fahrrad gefahren und hab gedacht mein Reifen platzt jede Minute!) … Ich hab das Tierchen leider noch nicht gesehen, aber ich halte die Augen auf um zu berichten!
4. Nicht nur Rheinsberger haben eine chaotische Art und Weise Rad zu fahren … Japaner sind da auch nicht besser! (Anmerkung: Insider-Witz… Mutti weiß schon was ich meine! ^___^ )
5. Im Supermarkt kassiert man sich selber ab! … Das ist eigentlich eine recht einfache Angelegenheit: Man scannt die Preise in einen PC ein, der permanent auf dich einredet, dir anhand von Bildern erklärt was zu tun ist und lauthals die Preise der Waren verkündet, die gerade gekauft werden.
6. Japanische Kinder mögen kein Ginger Ale (jedenfalls nicht Yuka und Mako). Als nämlich Ito-san erzählte, dass sie Ginger Ale gekauft hat, bekamen beide ganz finstere Gesichter … und als sie hinzufügte, dass ich es ausgesucht hatte, nahm die Finsternis an Dunkelheit zu.
7. Wenn in Japan die Grundschule aus ist, ertönt ein lauter Gong und eine Stimme ermahnt die Leute auf die nun nach Hause gehenden Schüler zu achten und vorsichtig zu fahren etc.
Das ist eigentlich eine echt gute Idee (auch wenn ich im ersten Moment dachte, dass ich nun vollkommen den Verstand verliere, weil eine imaginäre Stimme zu mir spicht!)
8. Bevor man in Japan etwas isst, wäscht man sich die Hände … Ok, das sollte man auch in Deutschland machen, aber dort bekommt man kein Reinigungstuch neben den Teller gelegt, damit man sich die Hände sauber machen kann. (Das hätte man mir mal vorher sagen sollen, damit ich mir mit dem Teil nicht den Schweiß von der Stirn wische! (Oh weh, ein Fettnäpfchen jagt das nächste! >.< )
…
Heute geht es mir schon etwas besser!
Am Morgen war ich noch ziemlich deprimiert, aber ab dem frühen Nachmittag hat sich meine Stimmung echt aufgehellt. (Ich denke, dass mich das Wetter hier ziemlich auslaucht. Hinzu kommt noch das Sprachproblem…)
Aber ich hab den ganzen Nachmittag Grammatik gebüffelt und mich ab und zu mit Ito-san auf Japanisch unterhalten … Ok, unterhalten ist übertrieben, aber ich versuche es wenigstens! *mir selber Mut mach*
Ich hab heute Abend sogar den (Herrn) Ito-san kennengelernt, doch so recht gesprächig ist der nicht (entweder liegt es an mir, an der sprachlichen Barriere oder er ist einfach nicht der gesprächige Typ… und da er auch nicht viel mit seinen Töchtern redet, gehe ich mal vom letzten Punkt aus), aber er macht dennoch einen recht sympathischen Eindruck!
Wollen wir hoffen, dass das so bleibt! ^^
お休みなさい! … (Oder, für alle, die es nicht wissen: Gute Nacht!)
Mittwoch, 01. September 2010
Und nun zum Flug: Also die Starts und Landungen sind nicht so mein Fall! (Ich bekomm schließlich schon beim Fahrstuhlfahren ein flaues Gefühl im Magen…) Und da der erste Flug von Leipzig nach Frankfurt nur eine Stunde ging und daher hauptsächlich aus Starts und Landungen bestand, fand ich das nicht so doll!
Der 11 stündige Flug nach Japan, war dann schon eher mein Fall! (Auch wenn meine Sitznachbarin so aussah, als ob sie mich am liebsten kalt machen wollte… (Der Blick war echt tödlich!) Aber zum Glück hatte eine nette Stewardess Mitleid mit uns dreien – wir saßen da aber auch eng – und hat mich auf nen anderen Patz verfrachtet!
Allerdings hatten die Leutchen dort scheinbar nicht wirkliches Interesse am Flug, oder an der Erde, die unter uns vorbei gezogen ist … die hatten nämlich alle die Fenster verschlossen.
Ach und falls es jemanden interessiert: „Wir“ sind über Russland geflogen! (Nun hat das grübel endlich ein Ende! XD)
In Japan angekommen, sind wir (in Little World fängt zur selben Zeit wie ich, Marie aus Frankreich an) von Chigusa-san per Zug abgeholt wurden.
Nachdem wir uns auf dem Bürgerbüro angemeldet und eine Kleinigkeit gegessen haben (obwohl ich eher auf die Getränke scharf war!), sind wir alle zusammen mit Suzuki-san nach Little World gefahren und konnten dort nun endlich (alle anderen kennenlernen und) unsere Eltern anrufen! ^^
Dann sind wir zu den Gastfamilien gebracht wurden… und was mache ich: Ich will mit Schuhen das Haus betreten! OoO … Oh weh, zum Glück hab ich das noch gemerkt … aber in dem Augenblick habe ich einfach nicht daran gedacht! (Ich war froh endlich irgendwo angekommen zu sein.)
Die Familie bei der ich wohne ist echt lieb… Ito-san ist so ne kleine liebe Mutti (hoffentlich bleibt das auch so! ^^) und die zwei kleinen Mädchen sind echt zum Knuddeln! Yukari ist 13 und Marika ist 8 Jahre alt. Zwar sind sie schüchtern, aber das ändert sich vielleicht ja noch! ^^
Den Vater hab ich noch nicht kennengelernt … er arbeitet immer recht lange… aber das werde ich bestimmt noch!
Ich bin jedenfalls für die nächsten 2 Wochen im Zimmer der Mädchen einquartiert… die Armen, mussten für mich „umziehen“! ><
Ansonsten bin ich jetzt fertig… das könnte zum einen am mangelnden Schlaf oder an der Hitze liegen (wenn es heute 30°C waren, war das wenig!)… oder es liegt (wie sollte es auch anders sein) am mangelnden Glauben an mich selbst! Denn als Marie und Chigusa-san angefangen haben auf Japanisch mit einander zu quatschen, da wäre ich am liebsten wieder in das Flugzeug gestiegen… (Ok, Marie lernt es schon seit 7 Jahren… aber trotzdem!)
Und mir graut es leicht vor Samstag (da fang ich nämlich schon mit Arbeiten an…).
Drückt mir die Daumen damit ich nicht los heule! ><
Montag, 30. August 2010
Montag, 30. August 2010
Langsam wird es ernst:
Ich hab mein Visum; die Tasche ist gepackt, gewogen und für "leicht" genug eingestuft wurden; das Flugticket ist bezahlt (von wem weiß ich zwar noch nicht, aber das ist ja auch erstmal nur zweitrangig), alle wichtigen Verwandten haben sich zum Verabschieden in Meißen eingefunden; ich vergesse alle möglichen Vokabeln (von der Grammatik ganz zu schweigen) und je später es wird desto nervöser werde ich! >.<
Aber ich pack das schon! *mir selber mut mach*
... Und die ganzen lieben Geschenke und Briefe von Freunden und Verwandten tragen auch ihren Teil dazu bei, dass ich etwas weniger nervös bin!
Ganz lieben Dank nochmal dafür! <3
Mittwoch, 25. August 2010
Dienstag, 24. August 2010
Denn (wer hätte es gedacht!) der Botschaft fehlte das Abkommen zwischen Uni und Little World... Naja, nach langem Bangen hab ich jetzt die Unterschrift aus Japan, schick den Wisch damit morgen nach Halle und dann gleich zur Botschaft und dann holen meine Großeltern das Visum am Freitag ab.
Wenn alles nach Plan läuft (und wehe wenn nicht) bin ich Freitagabend stolzer (und erschöpfter) Besitzer eines Arbeitsvisums.
Aber heute kam auch ein kleines Päckchen hier in Meißen an, dass alle meine Sorgen in die Vergessenheit gedrängt hat!
Es kam von "meiner" Alex-san und enthielt einen Haufen toller Sachen:
- ein Doushinji (von meinem Lieblings-HP-Pairing! o^.^o)
- ein Artbook mit extra (übelst genialen) Zeichnungen, Soundtrack und Kommentaren
- einen Button (sofort am Rucksack befestigt)
- eine Son-Goku-Figur (der bewacht jetzt meinen PC)
Und damit hat Super-Alex wieder einmal meinen Tag gerettet! ^______^
Freitag, 20. August 2010
Freitag, 20. August 2010
Und von Aufregung noch keine Spur... Ich glaub das kommt erst wenn ich im Flugzeug sitze!
Aber heut "beehre" ich euch mit ein paar Bildchen.
Zum Ersten (auf Wunsch einzelner Herrschaften) mich im Dirndl (da ich nicht weiß ob ich in Japan Lust habe mich selbst zu fotografieren in unserem Esszimmer aufgenommen):
Und zum Zweiten: ein paar Yen-Scheine (frisch von der Bank geholt):
Donnerstag, 19. August 2010
Donnerstag, 19. August 2010
Viel Spaß bei der Suche nach dem "Bayern Village" und dem "Marchenwald"! XD
Donnerstag, 12. August 2010
Donnerstag, 12. August 2010
Also langsam bin ich Wurzelbehandlungen ja gewohnt.
Es ist sogar recht interessant, wenn man so auf dem Zahnarztstuhl liegt, an die Decke starrt und hört wie die Ärztin den Zahn mit irgendwelchen seltsam-aussehenden Instrumenten auskratzt. Ab und an – wenn Dr. K. zu weit nach oben stößt – zuckt man mal zusammen, denn schließlich läuft das Ganze ohne Betäubung ab. (Wer braucht für einen toten Zahn schon ne örtliche Betäubung?)
Wie also schon gesagt: Ich bin es gewohnt.
Allerdings werde ich bald eine Erfahrung machen, an die ich mich hoffentlich nicht gewöhnen muss. Und diese Erfahrung heißt: Wurzelspitzenamputation!
Gut, zugegeben: Als ich das zum ersten Mal hörte dachte ich mir das Ganze läuft wie folgt ab: Spritzen ins Zahnfleisch, über dem Zahn aufschneiden, Wurzel kappen, Eiter absaugen, zu nähen, fertig.
…
Haha! …. Falsch gedacht!
Als ich heute in der Chirurgie war und mir die Ärztin erzählt hat wie die OP ablaufen wird, da ist mir dann doch etwas komisch im Bauch geworden. Ich glaub so richtig schlecht wurde mir, als sie zum Punkt „Oberkiefer aufbohren“ kam.
Der Termin ist nächsten Dienstag und ich freu mich schon wahnsinnig drauf! (Achtung: Ironie!!)
Obwohl… es ist bestimmt total faszinierend wenn einem bei vollem Bewusstsein der Schädel aufgebohrt wird… das klingt bestimmt interessant! (Ich glaub allerdings, dass ich die Einzige bin, die das so sieht!)
Aber heute gab es, neben der Horrornachricht am Morgen noch anderes Positives zu berichten: Ich hab mir Chucks für 30 Euro gekauft (… Wow, das interessiert alle bestimmt total! … <.< ), hatte heute unerwartet frei, weil das Daniel-Chef-chen nicht da war und ich hab endlich Kyoko-san überzeugt bekommen, mir die restlichen Unterlagen für mein Visum zu zusenden. Juhu! *freu*
(Anmerkung: Kyoko-san arbeitet im Little World Museum in Inuyama, wo ich mein Praktikum mache und wurde mir als Ansprechpartnerin zugeteilt! … Die Arme! ^^)
(Anmerkung die Zweite: Daniel ist der Leiter des Kunstvereins Meißen, wo ich derzeit noch mein Praktikum mache. Aber ich kann ihn einfach nicht als Chef oder Boss bezeichnen. Der ist einfach zu lieb (und zu verpeilt) für solche Bezeichnungen.)
Wie dem auch sei: Nächste Woche werde ich schon irgendwie überstehen! (Und jeder der Daumen drücken will, kann das gerne tun! ^____^)
Und was Gutes hat das Ganze auch: Wenn ich mich diese Woche zurückhalte mit BioShock spielen, kann ich meine Schmerzen und Aggressionen nächste Woche nach der OP an ätzenden zombie-ähnlichen Viechern raus lassen! Das wird ein Spaß! *muhaha* XD